Von der Jobmesse in Berlin: Warum KI gerade Einsteigern hilft
Heute sind wir auf einer Jobmesse in Berlin. Viele Gespräche drehen sich um eine Frage: Brauche ich schon Erfahrung, um von KI zu profitieren? Die Forschung gibt eine überraschende Antwort.
Heute ist das IFDE auf einer Jobmesse in Berlin vertreten. An unserem Stand sprechen wir mit Menschen, die gerade ihren ersten Job suchen, sich beruflich neu orientieren oder nach einer Pause zurück in den Arbeitsmarkt wollen. Eine Frage hören wir dabei immer wieder: Lohnt es sich überhaupt, mit KI anzufangen, wenn man in einem Beruf noch wenig Erfahrung hat? Oder profitieren davon vor allem diejenigen, die ihr Handwerk ohnehin schon beherrschen?
Eine der bislang größten Feldstudien zu diesem Thema liefert eine klare Antwort. Die Ökonomen Erik Brynjolfsson, Danielle Li und Lindsey Raymond haben untersucht, wie sich ein KI-Assistent auf die Arbeit von 5.179 Beschäftigten im Kundensupport eines Unternehmens auswirkt. Mit dem Werkzeug stieg die Produktivität, gemessen an gelösten Anfragen pro Stunde, im Durchschnitt um 14 Prozent.1
Bemerkenswert ist vor allem, wer am stärksten profitiert hat. Bei neuen und weniger erfahrenen Beschäftigten lag der Zuwachs bei 34 Prozent, während sich bei sehr erfahrenen Kräften kaum etwas veränderte.1 Die Erklärung der Forschenden: Das System hat Wissen und Lösungswege, die sich erfahrene Beschäftigte über Jahre angeeignet hatten, auch Neulingen zugänglich gemacht. KI wirkt hier also wie eine Abkürzung auf der Lernkurve.
Für Menschen auf Jobsuche ist das eine ermutigende Nachricht. Fehlende Berufserfahrung lässt sich nicht über Nacht nachholen. Wer aber sicher mit KI-Werkzeugen arbeitet, kann schneller produktiv werden und sich damit im Bewerbungsgespräch deutlich abheben. Gerade für Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger kann das den Unterschied machen.
Wichtig ist dabei die Einordnung: Die Studie wurde in einem bestimmten Berufsfeld durchgeführt, und die Ergebnisse lassen sich nicht eins zu eins auf jede Tätigkeit übertragen. Zudem setzt der Effekt voraus, dass Beschäftigte die Werkzeuge richtig nutzen, Vorschläge prüfen und wissen, wann sie sich lieber auf das eigene Urteil verlassen. Genau diese Fähigkeit lässt sich lernen.
Auf der Messe erleben wir, dass viele Besucherinnen und Besucher KI bereits privat ausprobiert haben, sich aber unsicher sind, wie sie das im Lebenslauf zeigen sollen. Unser Rat: konkrete Beispiele nennen, die Aufgabe, das Werkzeug und das Ergebnis beschreiben – und wenn möglich mit einem anerkannten Zertifikat belegen.
Wer heute nicht in Berlin vorbeischauen kann, erreicht uns jederzeit über die Beratung auf unserer Webseite. Gemeinsam finden wir heraus, welcher Kurs zu deiner Situation passt und welche Fördermöglichkeiten es gibt.